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Gedichte zum Muttertag |
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So gern hätt' ich ein schönes Lied
gemacht von deiner Liebe, deiner treuen
Weise, die Gabe, die für die andre immer
wacht, hätt' ich so gern geweckt zu deinem
Preise. Doch wie ich auch gesonnen mehr und
mehr und wie ich auch die Reime mochte
stellen. Des Herzens Fluten wallten drüber
her, zerstören mir des Liedes zarte Wellen.
So nimm die einfach schlichte Gabe hin, von
einfach ungeschmücktem Wort getragen, und
meine Seele nimm darin. Wo man am meisten
fühlt, weiß man nicht viel zu sagen! |
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Wenn wir von der Schule kommen,
Muttilein- und du bist fort, wird uns immer
ganz beklommen- fehlt es da und fehlt es
dort. Mutter muß die Brote schneiden,Mutter
flickt die größte Naht, und in Not und
Sorgenzeiten weiß sie Hilfe stets und Rat.
Heut, an deinem Ehrentage, Liebe Mutter, sei
bedankt; Und das Kränzlein, das ich trage,
sei um deinen Platz gerankt. |
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Ich bin meiner mutter einzig Kind, und
weil die andern ausblieben sind,- was weiß
ich wieviel, die sechs oder sieben- ist eben
alles an mir hängen blieben: Ich hab' müssen
die Liebe, die Treue, die Güte für ein
halber Dutzend allein aufessen; ich will's
mein Lebtag nicht vergessen!Es hätte mir
aber auch wohl mögen frommen, hätt' ich nur
Schläge für sechs bekommen. |
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Mutter, mach die Augen auf, dass du mich
kannst sehen, wenn du gar so lange schläfst,
muss ich wieder gehen. Sieh, ich bring dir
einen Strauß, Blumen rot und blau, deine
Lieblingsblüten sind's, Mutter komm und
schau! Hielt sie die ganze Nacht unterm Bett
versteckt, denn sonst hättest du sie wohl
gestern schon entdeckt. Sieh, wie diese
Blumen hier, leuchtend, sonnig, klar, also
mögst verleben du Viele viele Jahr! |
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Rosen bring ich, lauter
Rosen, einen Arm voll Rosen! Wirst
du sie auch nehmen wollen?- Meine
Schwestern, ja die Großen, können so
viel schöne Sachen für dich malen,
sticken, brennen. Doch was soll ich
Tollpatsch machen? Kann nur eilends
zu dir rennen und dir wünschen recht
viel Glück. Nimm von deinem
>Arbeitslosen<, kleinen dummen
Galgenstrick. Diese Rosen, lauter
Rosen, einen Arm voller Rosen. |
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