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Ein Mädchen wird von seiner Stiefmutter
gegenüber deren leiblicher Tochter immer
zurückgesetzt. Schließlich zwingt die
Stiefmutter es in einen Brunnen zu springen,
um eine verlorene Spindel zu finden. Es
trifft in der Brunnenwelt, die sich
gleichzeitig aber auch über den Wolken
befindet, auf mehrere Bewährungsprüfungen.
So will ein reifer Obstbaum geschüttelt und
ein fertiges Brot vor dem Verbrennen im Ofen
gerettet werden. Das Mädchen kommt den
Hilferufen ganz selbstverständlich nach.
Zuletzt trifft es auf Frau Holle, eine „alte
Frau“, die „lange Zähne hatte“. Es tritt in
ihre Dienste und hat nunmehr vor allem ihre
Betten auszuschütteln, worauf es dann auf
der Erde schneit. Nach einiger Zeit bittet
das Mädchen um seinen Abschied, wird mit
einem Regen von Gold überreichlich
überschüttet und kehrt nach Hause zurück,
begrüßt vom Hahnenschrei: „Kikeriki! Unsere
goldene Jungfrau ist wieder hie!“
Ihre hässliche und faule Stiefschwester
nimmt daraufhin den gleichen Weg, versagt
bei den Prüfungen und versieht auch ihren
Dienst erwartungsgemäß ungenügend, wird
daher von Frau Holle entlassen und mit einem
lebenslang an ihr haftenden „Pechregen“
bestraft. |