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Eines Tages wünscht sich die schöne Königin
sehnlichst ein Kind. An einem kalten
Wintertag sitzt sie am Fenster, das einen
Rahmen aus schwarzem Ebenholz hat, und näht.
Beim Betrachten der Schneeflocken wird sie
abgelenkt und sticht sich mit der Nähnadel
in den Finger. Als sie das Blut auf den
Schnee tropfen sieht, denkt sie: Hätt ich
ein Kind, das Haut so weiß wie Schnee,
Lippen so rot wie Blut, und Haare so schwarz
wie Ebenholz.
Nach Schneewittchens Geburt stirbt ihre
Mutter. Nach einem Jahr nimmt sich der König
eine andere Gemahlin. Diese ist sehr schön,
aber stolz, hochmütig und böse. Sie kann es
nicht ertragen, an Schönheit übertroffen zu
werden. Als ihr sprechender und allwissender
Spiegel Schneewittchen und nicht sie die
Schönste im ganzen Land nennt, beauftragt
sie den Jäger, ihre Stieftochter umzubringen
und ihr zum Beweis Lunge und Leber zu
bringen, doch der Mann lässt das Mädchen
laufen und bringt der Königin Lunge und
Leber eines Frischlings. |